Die Kurzfilmreihe

„Stolpersteine. Filme gegen das Vergessen“ erinnert an
Menschen, die ihr Leben durch das NS-Regime verloren haben.

Über uns

Jeder Jahrgang des Masterstudiengangs Multimedia und Autorschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg dreht seit 2007 Filmbeiträge, um den Geschichten hinter den Stolpersteinen ein Gesicht zu geben.

Unsere Filmkategorien

lieben

„Das hat auf mich einen sehr großen Eindruck gemacht, dass hier zwei Menschen, die sich lieben, bis zum bitteren Ende unzertrennlich miteinander verbunden waren.“

aus dem Film „Gemeinsam gegen die Verfolgung – Das Schicksal von Wera und Carl Tubandt“

NUR DEM GEWISSEN VERPFLICHTET

Reformadventist Johann Hanselmann

2021 | 12 Min.

Er wollte nicht töten. Für seine Überzeugung wurde er verfolgt und zu Tode gefoltert. An den Reformadventisten Johann Hanselmann erinnert seine Glaubensgemeinschaft bis heute und betrachtet ihn als Märtyrer für die Treue zum christlichen Glauben.

MUT IM VERBORGENEN

Die „Stillen Helden“

2021 | 15 Min.

Die bewegende Geschichte des selbstlosen Ehepaars Ernestine und Edgar Koch, die während des Zweiten Weltkriegs in Halle die jüdische Familie Leibel vor den Nazis versteckten und damit auch ihr eigenes Leben gefährdeten.

AN DEN HÄNDEN IHRER MÜTTER

2019 | 14 Min.

In Folge der sogenannten Polenaktion 1938 verlieren und finden sich die Wege der Familien Padawer und Geminder immer wieder.

DIE DREI SCHWESTERN

Jüdische Kaufhäuser in Halle (Saale)

2019 | 12 Min.

In den modernen Geschäften der ehemaligen Kaufhäuser Huth, Lewin und Löwendahl in Halle verbirgt sich das tragische Schicksal ihrer jüdischen Vorbesitzer, die durch die Enteignung der Nationalsozialisten vertrieben wurden.

KEIN HAPPY END

2015 | 14 Min.

Richard Cohn schreibt 1942 aus dem Exil, wie sehr das Neujahrsfest von der Sorge um seine Familie überschattet wird, doch weiß er nicht, dass sie bereits in Sobibor ermordet wurde – selbst seine kleine Tochter.

GEMEINSAM GEGEN DIE VERFOLGUNG

Das Schicksal von Wera und Carl Tubandt

2015 | 10 Min.

Teaser fehlt

WOZU EIN STEIN?

2012 | 6 Min.

In dem Cut-Out-Trickfilm werden die Stolpersteine für Kinder erklärt: Mira geht mit ihren Eltern in Halle spazieren und stolpert. Es entspinnt sich ein Gespräch zwischen ihr und dem Stolperstein, der an den jüdischen Unternehmer Julius Schwab erinnert. Er erzählt ihr seine Geschichte.

wirken

„Wenn es darum geht, dass man Angst um sein Leben hat und es gibt nur einen Ort, an den man gehen kann, dann nimmt man diesen Weg.“

Kristin Janik
Judaistin (Magister Artium)

DIE NASE ALS ZEICHEN DES ANDEREN

Im Angesicht des Vorurteils

2025 | 13 Min.

Die Nase war und ist Symbol antisemitischer Hetze, Auslöser medizinischer Innovation und ist heute Teil ästhetischer Debatten. Eine Geschichte über Ausgrenzung, Anpassung und die Rückeroberung von Identität.

GESTOHLENES GEDENKEN

Stolpersteine in Zeitz

2025 | 17 Min.

Am Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel verschwinden in Zeitz alle Stolpersteine. Doch es regt sich Widerstand in der südlichsten Stadt Sachsen-Anhalts.

IVY ROOTS

2023 | 15 Min.

Lisle Kuhlbach ist auf der Suche nach ihren Wurzeln in Halle: Was wird sie herausfinden und wo war ihre Familie wirksam?

DAS ZEICHEN OST

Die vergessene Geschichte der Ostarbeiter:innen in Dessau

2023 | 12 Min.

Das ehemalige Junkers Flugzeugbau Stammwerk in Dessau: Zwischen 1942 und 1945 eine Zwangsarbeitsstätte, die die wenigsten lebend verließen. In „Das Zeichen Ost“ berichten drei Überlebende – von der Zwangsarbeit und dem Kampf um Entschädigung.

IN FALSCHER SICHERHEIT

Das Leben von Bella Feuchtwanger

2021 | 15 Min.

Über die Redakteurin Bella Feuchtwanger, Schwester des berühmten Schriftstellers Lion, weiß man heute nur wenig. Der Film holt Bella aus der Vergessenheit und rekonstruiert Etappen ihres Lebens in Halle (Saale).

VERGESSEN UND ERINNERN

Zwangsarbeit im KZ-Außenlager Birkhahn

2021 | 9 Min.

Wo sich heute Kleingärten befinden, war zur Zeit des Nationalsozialismus das KZ-Außenlager Birkhahn, in dem die Zwangsarbeiter:innen der Siebel-Flugzeugwerke untergebracht waren.

ALIYAH

Rettung in letzter Sekunde

2019 | 16 Min.

Eine jüdische Kinder- und Jugendorganisation rettet über 10.000 junge Jüdinnen und Juden vor dem NS-Regime aus Europa.

GRÜSSE AN ALLE, RICHARD

2019 | 19 Min.

Richard Hesse, ein jüdischer Rechtsanwalt aus Halle, überlebt Theresienstadt, wird jedoch kurz darauf von der sowjetischen Besatzungsmacht erneut interniert und verbringt weitere Jahre in Sonderlagern und Gefängnissen.

EIN WEISSER FLECK

2019 | 11 Min.

Der Film „Ein weißer Fleck“ setzt sich mit dem Schicksal der Sinti, die während der NS-Diktatur in Halle lebten, auseinander. Über ihre Geschichte ist heute kaum noch etwas bekannt, denn keine Opfergruppe ist so spurlos aus der Stadt verschwunden.

WERNER SCHOLEM

Ein Leben für die Revolution

2017 | 21 Min.

Werner Scholem war Soldat, Kommunist, politischer Häftling, Redakteur und Reichstagsabgeordneter, doch für die Nationalsozialisten sollte er immer nur ein jüdisches Zerrbild sein.

SHANGHAI

Zuflucht und Wartesaal

2017 | 30 Min.

Shanghai als Exilort war für viele Jüdinnen und Juden die letzte Hoffnung auf der Flucht vor den Nationalsozialisten. Unter den Geflüchteten waren auch einige Menschen aus Halle, nach deren Spuren der Beitrag sucht.

AUSGEGRENZT STATT ANERKANNT

Diskriminierung von Sinti und Roma damals und heute

2017 | 12 Min.

Etwa 500.000 Angehörige der Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Dennoch bleibt das Gedenken an sie bis heute eine Ausnahme, bestätigt ein Experte von der MLU.

THE JOURNEY

Der Weg der Irene Eber

2015 | 35 Min.

Irene Eber wurde als Kind aus Halle von den Nationalsozialisten vertrieben und musste sich in Polen vor ihnen in einem Hühnerstall einer Nachbarsfamilie verstecken. Nur knapp entkam sie der Deportation und floh letztendlich über Amerika.

Evi Lemberger, Irene Eber und Maria Göckeritz (von links nach rechts) stehen zusammen für ein Gruppenfoto vor der Skyline Jerusalems.

GUDRUN GOESEKE GEGEN DAS VERGESSEN

2015 | 15 Min.

Dass es so viele Stolpersteine in Halle gibt, ist der Verdienst von Gudrun Goeseke. Die Bibliothekarin findet im Keller ihres Wohnhauses die verlorengeglaubten Deportationslisten der jüdischen Gemeinde. Die Aufarbeitung der Schicksale wird zu ihrem Lebenswerk.

EIN LEBEN FÜR DIE MUSIK

Auf den Spuren von Leo Schönbach

2015 | 12 Min.

Die Geschichte eines talentierten Kapellmeisters aus Halle, der vor den Nationalsozialisten nach Shanghai fliehen musste.

DAS LEBEN VON MAX FLEISCHMANN

2015 | 10 Min.

Ein animierter Kurzfilm erzählt die Geschichte von Max Fleischmann, der das Institut für Zeitungswesen gründete und schließlich vom NS-Regime gezwungen wurde, seine Karriere zu beenden.

DER STEINKLAU

2015 | 17 Min.

Im Jahr 2004 verlegt Gunter Demnig die ersten Stolpersteine in Halle. Kurz darauf werden einige von ihnen gestohlen. Im September 2014 werden auch in Zeitz Stolpersteine entwendet. Benjamin Abicht und Daniel Heißenstein gehen den Fällen und ihren Auswirkungen nach.

VON STOLPERSTEIN ZU STOLPERSTEIN

2012 | 6 Min.

Über 100.000 Stolpersteine finden sich auf den Straßen in Europa. Die im Boden verlegten kleinen goldenen Gedenktafeln sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. Aber wer steckt eigentlich hinter dem Projekt?

EINE ERINNERUNG AN DEN JUDEN JULIUS SCHWAB

2010 | 10 Min.

Die berührende Geschichte eines jüdischen Familienvaters.

fühlen

„Für Juden gab es in der Sowjetunion große Probleme. Es gab großen Antisemitismus. Hier in Deutschland ist es besser. Wir fühlen uns hier als Juden. Wir haben keine Angst. Und feiern alle Feiertage.“

Großmutter Fira im Film „Jüdische Identitäten im Wandel – Drei Generationen erzählen“

Protokolliert, benutzt, vergessen

Zwangsprostitution in Konzentrationslagern

2025 | 11 Min.

Auf einen Befehl Heinrich Himmlers von 1941 wurden zur vermeintlichen Leistungssteigerung der Häftlinge in einigen der Konzentrationslager Häftlingsbordelle errichtet. In diesen wurden bis 1945 insgesamt geschätzt 190 weibliche Häftlinge dazu gezwungen, sich zu prostituieren.

SHATTERED MEMORIES

2023 | 18 Min.

Eve Kugler erzählt in dem Film „Shattered Memories“, woran sie sich erinnert und welche Auswirkungen die Ereignisse um die Pogromnacht 1938 sowie ihre Flucht als Kind über Frankreich in die USA bis heute auf ihr Leben haben.

JÜDISCHE IDENTITÄTEN IM WANDEL

Drei Generationen erzählen

2023 | 15 Min.

Wie lebt es sich fast 80 Jahre nach dem Holocaust durch die Nationalsozialisten in Deutschland? Rosa Teplitzki ist als Tochter von jüdischen Flüchtlingen in Halle (an der Saale) aufgewachsen. Für die 24-Jährige war der Weg zur freien Auslebung des Glaubens geprägt von der Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte.

WOLFGANG BRÜHL

2021 | 10 Min.

Wolfgang Brühl kommt 1927 zur Welt, 1941 wird er ermordet – ein kurzes Leben zwischen Erziehungsanstalten und Todeslager.

LETZTE ZUFLUCHT VILLA SCHLOSS

2017 | 9 Min.

Die Villa der Kinderarztes Dr. Josef Schloss wird Zeuge von Zuflucht und Tragödie sowie zum Knotenpunkt, an dem sich die Schicksale der Familien Schloss, Frankenberg und Markus untrennbar verflechten.

GEMEINGEFÄHRLICH

Psychiatrie im Nationalsozialismus

2015 | 9 Min.

Frieda Göhre wird wegen einer psychischen Erkrankung plötzlich aus der „Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen und später im Rahmen des „Euthanasie“-Programms getötet.

DAS LEBEN IN DER BOELCKESTRASSE 24

2012 | 13 Min.

Im nationalsozialistischen Halle an der Saale wird eine jüdische Trauerhalle für viele Juden zur letzten Station vor dem Tod.

STOLPERSTEINE

Spurensuche in Halle

2009 | 10 Min.

Das Schicksal von Alfred Löwe – Wie ein unschuldiger Kaufmann von den vermeintlich eigenen Leuten umgebracht wurde und ein Kölner Künstler daran erinnert.

Stolpersteine in Halle

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