Die Kurzfilmreihe
„Stolpersteine. Filme gegen das Vergessen“ erinnert an
Menschen, die ihr Leben durch das NS-Regime verloren haben.
Über uns
Jeder Jahrgang des Masterstudiengangs Multimedia und Autorschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg dreht seit 2007 Filmbeiträge, um den Geschichten hinter den Stolpersteinen ein Gesicht zu geben.

lieben
„Das hat auf mich einen sehr großen Eindruck gemacht, dass hier zwei Menschen, die sich lieben, bis zum bitteren Ende unzertrennlich miteinander verbunden waren.“
aus dem Film „Gemeinsam gegen die Verfolgung – Das Schicksal von Wera und Carl Tubandt“
NUR DEM GEWISSEN VERPFLICHTET
Reformadventist Johann Hanselmann
2021 | 12 Min.
Er wollte nicht töten. Für seine Überzeugung wurde er verfolgt und zu Tode gefoltert. An den Reformadventisten Johann Hanselmann erinnert seine Glaubensgemeinschaft bis heute und betrachtet ihn als Märtyrer für die Treue zum christlichen Glauben.
WOZU EIN STEIN?
2012 | 6 Min.
In dem Cut-Out-Trickfilm werden die Stolpersteine für Kinder erklärt: Mira geht mit ihren Eltern in Halle spazieren und stolpert. Es entspinnt sich ein Gespräch zwischen ihr und dem Stolperstein, der an den jüdischen Unternehmer Julius Schwab erinnert. Er erzählt ihr seine Geschichte.
wirken
„Wenn es darum geht, dass man Angst um sein Leben hat und es gibt nur einen Ort, an den man gehen kann, dann nimmt man diesen Weg.“
Kristin Janik
Judaistin (Magister Artium)
DIE NASE ALS ZEICHEN DES ANDEREN
Im Angesicht des Vorurteils
2025 | 13 Min.
Die Nase war und ist Symbol antisemitischer Hetze, Auslöser medizinischer Innovation und ist heute Teil ästhetischer Debatten. Eine Geschichte über Ausgrenzung, Anpassung und die Rückeroberung von Identität.

DAS ZEICHEN OST
Die vergessene Geschichte der Ostarbeiter:innen in Dessau
2023 | 12 Min.
Das ehemalige Junkers Flugzeugbau Stammwerk in Dessau: Zwischen 1942 und 1945 eine Zwangsarbeitsstätte, die die wenigsten lebend verließen. In „Das Zeichen Ost“ berichten drei Überlebende – von der Zwangsarbeit und dem Kampf um Entschädigung.
GUDRUN GOESEKE GEGEN DAS VERGESSEN
2015 | 15 Min.
Dass es so viele Stolpersteine in Halle gibt, ist der Verdienst von Gudrun Goeseke. Die Bibliothekarin findet im Keller ihres Wohnhauses die verlorengeglaubten Deportationslisten der jüdischen Gemeinde. Die Aufarbeitung der Schicksale wird zu ihrem Lebenswerk.
VON STOLPERSTEIN ZU STOLPERSTEIN
2012 | 6 Min.
Über 100.000 Stolpersteine finden sich auf den Straßen in Europa. Die im Boden verlegten kleinen goldenen Gedenktafeln sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. Aber wer steckt eigentlich hinter dem Projekt?
fühlen
„Für Juden gab es in der Sowjetunion große Probleme. Es gab großen Antisemitismus. Hier in Deutschland ist es besser. Wir fühlen uns hier als Juden. Wir haben keine Angst. Und feiern alle Feiertage.“
Großmutter Fira im Film „Jüdische Identitäten im Wandel – Drei Generationen erzählen“
Protokolliert, benutzt, vergessen
Zwangsprostitution in Konzentrationslagern
2025 | 11 Min.
Auf einen Befehl Heinrich Himmlers von 1941 wurden zur vermeintlichen Leistungssteigerung der Häftlinge in einigen der Konzentrationslager Häftlingsbordelle errichtet. In diesen wurden bis 1945 insgesamt geschätzt 190 weibliche Häftlinge dazu gezwungen, sich zu prostituieren.
JÜDISCHE IDENTITÄTEN IM WANDEL
Drei Generationen erzählen
2023 | 15 Min.
Wie lebt es sich fast 80 Jahre nach dem Holocaust durch die Nationalsozialisten in Deutschland? Rosa Teplitzki ist als Tochter von jüdischen Flüchtlingen in Halle (an der Saale) aufgewachsen. Für die 24-Jährige war der Weg zur freien Auslebung des Glaubens geprägt von der Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte.




































