Der Weg der Irene Eber
2015
35 Min.
Evi Lemberger, Maria Göckeritz
Irene Eber musste als Kind ihre eigene Familie verlassen und sich jahrelang verstecken, um der Vernichtung zu entkommen. Ihr Vater und ihre Cousine wurden ermordet. Eber ging nach Amerika und wurde später Professorin an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Die Filmemacherinnen Maria Göckeritz und Evi Lemberger reisen zu ihr und erleben eine bemerkenswerte Frau, die von ihrem Überleben erzählt.

Evi Lemberger zum Film: „Die gezeigten Zeichnungen im Film, die als Reenactment (Anm. d. Red.: Wiederholung eines vergangenen Geschehnis) dienen, sind eine Besonderheit: Die Bilder wurden von anderen Holocaustopfern zu der Zeit oder nachher gezeichnet und zeigen Situationen ähnlich wie die von Irene Eber. Die Musik stammt von der Band Abergel und Rankin, eine junge multikulturelle Band aus Israel.“
„‚Eine Erinnerung ist eine Scherbe der Vergangenheit‘, schreibt Stephen Owen, und das ist wirklich alles, was ich habe, ein paar Scherben.“
Irene Eber
Irene Eber lebte bis zuletzt in Jerusalem und war Professorin für Chinesische Literatur und Ostasiatische Studien an der Hebrew University of Jerusalem. Im Jahr 2007 veröffentlichte sie ihre Biografie Choice (dt. „Ich bin allein und bang – Ein jüdisches Mädchen in Polen 1939 – 1945“). Im Jahr 2019 ist Irene Eber verstorben.
Die Israel-Reise wurde durch das Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt und netzwerk recherche ermöglicht.
Evi Lemberger und Maria Göckeritz
Für den Kurzfilm sind Evi Lemberger und Maria Göckeritz nach Jerusalem gereist. Heute arbeitet Maria Göckeritz in der Thüringer Landtagsbibliothek und Evi Lemberger ist freie Journalistin und Fotografin.


Die Stolpersteine vor Irene Ebers Elternhaus für ihren ermordeten Vater Yedidia Geminder und ihre ermordete Cousine Frieda Riesel in Halle (Saale). Weitere Informationen zum Film finden Sie auf der Webseite von Evi Lemberger.
